Archiv für den Monat: März 2013

Wie´s gut von der Hand geht.

In manchen Kindergärten bekommt in den Waschräumen aus hygienischen Gründen jedes Kind einen Haken mit eigenem Handtuch zugewiesen. In Bereichen mit größerem Publikumsverkehr, wie etwa in der Gastronomie wäre das schlicht unmöglich. In Bürogebäuden wäre es immerhin ein spaßiger Anblick, wenn man sich beispielsweise die Toilette neben dem Kabinettssaal im Kanzleramt vorstellt, mit 16 Haken und Schildchen für Angela, Philipp, Guido, Wolfgang, Ursula, Thomas, Ilse …

Dabei macht die Trennung von Handtüchern prinzipiell schon Sinn, denn Gemeinschaftshandtücher auf gemeinsam genutzten Toiletten sind ein wahrer Traum für Krankheitserreger. Unsere Hände bieten immerhin das perfekte Biotop für Tausende Arten von Bakterien, die müssen ja irgendwie weiter gegeben werden. Und wie ein solches Handtuch unter dem Mikroskop aussieht will man wohl gar nicht genau wissen. Aber man kann es erahnen.

Papiertücher aus einem Handtuchspender sind unter hygienischen Aspekten eine bessere Lösung, die in manchen Bereichen sicher ihre Berechtigung hat. Allerdings nicht unbedingt aus ökologischer Sicht. Denn über den Abfall freut sich allenfalls die Mülltonne, sicher aber nicht die Reinigungskraft, die den Behälter leert und zumeist auch Papierreste vom Boden auflesen muss.

Zudem fühlt sich Papier auf der feuchten Hand nicht ganz so kuschelig an. Es hat wohl schon seinen Sinn, dass wir zuhause Stoffhandtücher und nicht Papier benutzen. Stoff ist einfach angenehmer und effektiver. Bleibt also nur das Problem mit der Hygiene und der Übertragung von Keimen.

Stoffhandtuchspender

Aber dafür es gibt Handtuchspender mit Stoffhandtüchern. Diese bescheren jedem ein stets hygienisch reines Handtuch und bieten den Händen dabei den Komfort von saugfähigem Stoff auf der Haut. In regelmäßigen Intervallen wird die Handtuchrolle ausgetauscht und professionell gereinigt. Somit entsteht kein Abfall und der Waschraum sieht sauber und gepflegt aus. Darauf legt sicher auch die Kanzlerin wert. Es könnten ja mal Gäste kommen…

Schuhe aus oder Füße abtreten

In Schweden, wo der Winter lang und kalt ist, gehört es zum guten Ton, die Schuhe auszuziehen, bevor man eine Wohnung betritt. Auch hier in Deutschland lässt manch einer die nassen Stiefel lieber vor der Tür stehen als den Dreck im Haus zu verteilen. Im privaten Umfeld ist das gut möglich, in öffentlich zugänglichen Gebäuden schwer durchzusetzen.

Obwohl, vielleicht käme es auf einen Versuch an. Man stelle sich vor, dass die Security an der Eingangstür einer Bank jeden Kunden zunächst darauf hinweist, sich doch bitte seines Schuhwerks zu entledigen, um den Fußboden zu schonen. Oder die große Drehtür eines Kaufhauses den Kunden erst passieren lässt, wenn er seine Treter draußen in dem großen Regal geparkt hat. Sowohl Bank als auch Kaufhaus hätten möglicherweise erstaunlich saubere Geschäftsräume – aber wohl kaum noch Kunden darin.

Schmutzfangmatte im Eingangsbereich

Aus gutem Grund setzen Unternehmen darum in Bereichen mit großer Kundenfrequenz auf große industriekonforme Schmutzfangmatten. Damit lässt sich der Schmutz immerhin zu über 80% bereits im Eingangsbereich festhalten. Durch regelmäßigen Austausch und professionelle Reinigung der benutzten Fußmatten werden Geschäftsräume dauerhaft geschont und die Reinigungskosten gesenkt.

Die Funktion von solchen Schmutzfangmatten ist natürlich die eines ordinären Fußabtreters. Aber sie müssen noch lange nicht so aussehen. Die Matten sind in verschiedenen Farben, mit Dekor oder als Werbematte mit Aufdruck erhältlich. Damit können sie auch relativ dezent in den jeweiligen Räumlichkeiten platziert werden.

Und noch einen echten Vorteil bieten die Matten gegenüber der Option, Besucher die Schuhe ausziehen zu lassen. Der Mattenflor ist selbst bei Nässe stets geruchsneutral – ein Hygiene-Faktor, der bei Socken nicht immer zuverlässig vorausgesetzt werden kann…